Flexenbahn

Am Arlberg schließt die neue Flexenbahn mit den ebenfalls neu gebauten Trittkopfbahnen I und II sowie der Albonabahn II die letzte Lücke im Liftnetz, die sich zwischen Zürs und Stuben/Rauz befand. „Ski Arlberg“ ist somit ab der Saison 16/17 das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs.

Video-Reportage: Die neue Flexenbahn


Letzte Lücke geschlossen


St. Anton und St. Christoph, Stuben, Zürs, Lech, Oberlech sowie Schröcken und Warth heißen die Skiorte am Arlberg. Skitechnisch war der Arlberg früher dreigeteilt.  Bereits 2013 wurden Warth und Schröcken durch den Bau des Auenfeldjets mit Lech und Zürs verbunden. Drüben in St. Anton und St. Christoph, dem tiroler Teil des Arlbergs, galt der Skipass zwar ebenfalls. Eine Liftverbindung gab es aber bislang noch nicht. Durch die neue Verbindung zwischen Zürs und Stuben/Rauz können Skifahrer nun alle Orte am Arlberg auf Skiern erreichen. Das macht Ski Arlberg zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs. 305 Kilometer Skiabfahrten und 87 Lifte und Bahnen stehen zur Verfügung. Bislang hatte Saalbach Hinterglemm mit Leogang und Fieberbrunn diese Spitzenposition inne.

Bildergalerie: Neue Flexenbahn macht Arlberg zum größten Skigebiet Österreichs



Investitionen von 45 Millionen Euro

Die neue Verbindungsbahn auf der Vorarlberger Seite des Arlbergs, zwischen Zürs und Stuben/Rauz, sowie die ebenfalls gebauten Trittkopfbahnen und die Albonabahn II mit einem gesamten Investitionsvolumen von 45 Millionen Euro schließen den Kreis: Von Zürs aus führt die Trittkopfbahn I zur neuen Bergstation Flexenbahn, von wo aus Skifahrer entweder weiter zur neuen Bergstation der Trittkopfbahn II gelangen oder mit der neuen Flexenbahn zur Alpe Rauz in Stuben. Hier lädt die ebenfalls neue Albonabahn II zur Weiterfahrt ein. Zudem können Skifahrer von der Alpe Rauz aus ganz bequem die Skigebiete in St. Christoph und St. Anton erkunden. „Endlich! Ein zusammenhängendes und schneesicheres Skigebiet, das zum größten Teil über der Baumgrenze liegt. Seit über 50 Jahren eine Vision, wird es jetzt Realität. Höher hinaus, weiter gedacht – wir alle sind stolz!”, sagt Willy Skardarasy, Aufsichtsratsvorsitzender der Ski Zürs AG und treibende Kraft für die Verbindung.

Video: Fahrt mit der neuen Flexenbahn


Mehrere Bahnen neu gebaut


Die neue Flexenbahn ist eine Einseil-Umlaufbahn mit 47 Kabinen für jeweils 10 Personen. Bei einer Fahrzeit von gut 6 Minuten können so jede Stunde bis zu 2.400 Personen befördert werden. Dabei legt die Flexenbahn, die hoch über der Flexenpassstraße verläuft, eine Strecke von fast 1,8 Kilometern zurück und überwindet einen Höhenunterschied von gut 562 Metern. Jede der Kabinen verfügt über großflächige Panoramascheiben, die freie Sicht ins Klostertal und zum Arlbergpass nach St. Christoph bieten. In einem ersten Schritt wurde bereits im Sommer 2015 die Übungshangbahn in Zürs neu gebaut. Ihr folgten der Neubau der Trittkopfbahnen I und II in Zürs und der neuen Albonabahn II in Stuben/Rauz. Im selben Zug entstand die neue Flexenbahn, aber keine neuen Pisten.

Video-Reportage von 2013: Neue Verbindung Warth/Schröcken mit Lech/Zürs

Neue Skirunde „Run of Fame“

Neben den bereits bestehenden Skirunden und Abfahrten im Arlberger Skigebiet – „Der Weiße Ring” in Lech Zürs, die „Tannbergrunde” in Warth-Schröcken und die nach dem Film von Hannes Schneider benannte längste Abfahrt am Arlberg, „Der Weiße Rausch” in St. Anton - gibt es mit der neuen Verbindung zwischen Zürs und Stuben/Rauz nun auch noch den „Run of Fame“! Der „Run of Fame“ bietet 65 Skiabfahrtskilometer mit 18.000 Höhenmetern. Die Skirunde führt durch das gesamte Skigebiet von Ski Arlberg. Von Warth im Norden über Lech Zürs mit der neuen Flexenbahn nach St. Anton/Rendl im Süden wird somit das gesamte Skigebiet von Ski Arlberg abgefahren. Für eine solche Runde über den Arlberg, von Warth nach St. Anton/Rendl und wieder retour, benötigt ein durchschnittlicher Skifahrer fast einen Tag. Der Einstieg in die Skirunde „Run of Fame“ kann beinahe von jedem Punkt im Skigebiet erfolgen, entsprechende „Run of Fame“-Infopoints sind installiert. Das Logo der Skirunde begleitet den Skifahrer ebenso auf der Runde wie die „Run of Fame“–Stars, die Sterne zu Ehren der Arlberger SkiStars. Das macht die neue Skirunde zu einem Erlebnis zwischen 1.500 m (Warth-Steffisalpbahn) und 2.645 m (St. Anton/Rendl-Rifflbahn II) Seehöhe.

Die neuen Bahnen im Überblick

Flexenbahn
Länge: 1,8 Kilometer Seehöhe
Tal: 1.665 Meter
Berg: 2.227 Meter
Höhenunterschied: 562 Meter
Seilbahntyp: 10er-Einseil-Umlaufbahn
Beförderungskapazität: 2.400 Personen/Stunde
Eigentümer: Flexenbahn GmbH

Trittkopfbahn I
Länge: 1,9 Kilometer

Tal: 1.724 Meter
Berg: 2.227 Meter

Höhenunterschied: 503 Meter
Seilbahntyp: 10er-Einseil-Umlaufbahn
Beförderungskapazität: 2.400 Personen/Stunde
Eigentümer: Ski Zürs AG

Trittkopfbahn II
Länge: 0,9 Kilometer
Tal: 2.227 Meter
Berg: 2.420 Meter
Höhenunterschied: 193 Meter
Seilbahntyp: 10er-Einseil-Umlaufbahn
Beförderungskapazität: 1.200 Personen/Stunde
Eigentümer: Ski Zürs AG

Albonabahn II
Länge: 2 Kilometer
Seehöhe, Tal: 1.642 Meter
Seehöhe, Berg: 2.320 Meter
Höhenunterschied: 678 Meter
Seilbahntyp: 10er-Einseil-Umlaufbahn
Beförderungskapazität: 2.000 Personen/Stunde
Eigentümer: Stubner Fremdenverkehrs-GmbH